Erdgas
Ob als Brennstoff, für die Warmwasserbereitung, zum Kochen, als Treibstoff oder als Energielieferant für die Industrie: Erdgas wird in Deutschland für viele Anwendungen benötigt und ist ein stark gefragter Energieträger. Der Energiebedarf in Deutschland ist immens. Im vergangenen Jahr ist der Verbrauch hierzulande jedoch auf ca. 89 Milliarden Kubikmeter Erdgas in 2022 gesunken.
Förderung von Erdgas in Deutschland
Die Vorkommen von Erdgas sind weltweit verteilt. Die größten Reserven befinden sich in Russland, Iran und Katar. Aber auch in Deutschland wird Erdgas aus Lagerstätten gefördert: im Jahr 2022 waren es rund 4,8 Milliarden Kubikmeter. Über 98 Prozent des deutschen Fördervolumens werden in Niedersachsen gefördert: 4,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas in 2022.
Im Jahr 2022 deckte die heimische Erdgasförderung etwa 5,5 Prozent des Bedarfs in Deutschland; folglich müssen 94,5 Prozent importiert werden, u.a. aus Norwegen und den Niederlanden. Die Importe belasten die CO2-Bilanz von Deutschland. Die Summe der geschätzten sicheren und wahrscheinlichen Erdgasreserven Deutschlands betrug Ende 2022 36,4 Milliarden Kubikmeter Erdgas.
Verbrauchernahe Energieversorgung durch gute Infrastruktur
Für den Transport von Erdgas verfügt Deutschland über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Über das Leitungsnetz von 530.000 Kilometern Gesamtlänge gelangt das Gas sicher und zuverlässig zum Verbraucher. Durch Rohrleitungen und Pipelines lassen sich Energieverbrauch, Emissionen sowie Umweltschadstoffe vermeiden, die durch lange Transportwege per Lkw oder Schiff aus dem Ausland entständen. Des Weiteren stehen in Deutschland unterirdische Erdgasspeicher bereit, um eine Versorgung rund um die Uhr zu ermöglichen und Lieferschwankungen oder Mehrbedarfe auszubalancieren. Im Jahr 2022 betrug das Arbeitsgasvolumen deutscher Erdgasspeicher ca. 22,9 Milliarden Kubikmeter.