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Andrea Faassen

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Gemeindeverwaltung Schwalmtal
Markt 20
41366 Schwalmtal

Inhalt

Bestattungen

Friedhöfe dienen der Bestattung der Verstorbenen und der Trauerbewältigung der Lebenden. Darüber hinaus werden sie als Orte der Ruhe, Erholung und Begegnung genutzt. Sie sind kulturelles Gedächtnis der Stadt und haben gleichzeitig besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Stadtklima.

Die Gemeinde Schwalmtal betreibt und unterhält die Friedhöfe in Amern St. Anton sowie in Dilkrath.

Hilfe im Bestattungsfall

Über das Sterben und die Probleme, die sich im Anschluss daran ergeben, wird nicht gerne gesprochen.
Neben dem Schmerz über den Verlust eines Verwandten müssen die Hinterbliebenen die Bewältigung der erforderlichen Formalitäten mit zum Teil erheblichen finanziellen Auswirkungen bewältigen.
Viele von Ihnen befinden sich in einer seelischen Ausnahmesituation und fühlen sich überfordert, die notwendigen Regelungen zu treffen, zumal nicht Wenige Menschen dabei auf sich allein gestellt sind. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die meisten Menschen erst im konkreten Todesfall mit der Organisation einer Bestattung auseinander setzen, dann aber schnelle Entscheidungen und schnelles Handeln erforderlich sind.
Das ist der Grund, weshalb heute in der Regel die notwendigen Erledigungen einem Bestattungsunternehmer übertragen werden.

Wir wollen an dieser Stelle einen Leitfaden anbieten, der darüber informiert, was nach dem Tod eines Angehörigen alles zu regeln ist bzw. geregelt werden kann. Das Abwägen der verschiedenen Möglichkeiten können wir nicht übernehmen, wohl aber die notwendigen Erfordernisse transparenter machen.

Zuständigkeit

Für die bestattungspflichtigen Personen legt der § 16 des Bestattungsgesetzes folgende Rangfolge fest:

  1. der Ehegatte oder Lebenspartner,
  2. die volljährigen Kinder,
  3. die Eltern,
  4. die volljährigen Geschwister,
  5. die volljährigen Enkelkinder,
  6. die Großeltern.

Wenn die Angehörigen oder Dritte nicht oder nicht rechtzeitig für die Bestattung sorgen, ist die Gemeinde dazu verpflichtet.

Entscheidungen und Formalitäten

Im Todesfall sind einige Formalitäten notwendig. Die meisten Formalitäten können von den Hinterbliebenen selbst erledigt werden oder diese beauftragen einen Bestatter mit der Durchführung.

Bestattungsarten

Eine Bestattung darf in der Regel frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes stattfinden.
Hat sich der Verstorbene zu Lebzeiten geäußert, wo und wie er bestattet werden möchte, so werden die Hinterbliebenen dieser Willensbekundung in der Regel nach Eintritt seines Todes entsprechen.Fehlt eine solche Willensbekundung, so haben die Hinterbliebenen zunächst zwischen der Erdbestattung im Sarg und der Feuerbestattung im Sarg mit anschließender Beisetzung der Asche zu wählen.
Die Entscheidung für eine bestimmte Bestattungsart sollte nicht nur auf Grund rationaler Erwägungen getroffen werden, sondern auch berücksichtigen, dass eine Grabstätte einen großen Wert für die Trauerbewältigung und das ehrende Gedenken hat.

Grabstättenarten

Wahlgrabstätte
Das Nutzungsrecht (Regeldauer 30 Jahre) ist verlängerbar. Die Anzahl der Grabstellen (bis zu 4 beimTiefengrab) ist wählbar. Die Lage ist wählbar. In einem Wahlgrab kann zusätzlich zu einer Erdbestattung eine Urne beigesetzt werden.

 Reihengrabstätte
Das Nutzungsrecht (Regeldauer 30 Jahre) ist nicht verlängerbar. Die Lage ist nicht wählbar. Die Größe der Grabstätte ist nicht wählbar. In einem Reihengrab kann alternativ auch eine Urne beigesetzt werden.

Urnenwahlgrabstätte (nur Amern St. Anton)
In einer Wahlgrabstätte für Erdbeisetzungen können anstelle eines Sarges bis zu 4 Urnen beigesetzt werden.Ansonsten gelten die Regelungen für Wahgrabstätten (siehe oben).

Urnenreihengrabstätte (nur Amern St. Anton)
Das Nutzungsrecht ist nicht verlängerbar. Die Lage ist nicht wählbar. Die Größe der Grabstätte ist nicht wählbar. In einer Urnenreihengrabstätte kann nur eine Urne beigesetzt werden.

Anonyme Urnenreihengrabstätte (nur Amern St. Anton)
Das Nutzungsrecht ist nicht verlängerbar. Die Lage ist nicht wählbar. Das Gemeinschaftsfeld enthält keine individuell gekennzeichneten Grabstätten. Das Gemeinschaftsfeld wird durch die Friedhofsverwaltung einheitlich gepflegt.

Durchführung der Bestattung

Die Friedhofsverwaltung setzt Ort und Zeit der Bestattung fest. Die Bestattungen erfolgen regelmäßig an Werktagen. Folgen zwei Feiertage aufeinander, so kann die Bestattung auch am zweiten Feiertag stattfinden.

Erdbestattungen und Einäscherungen müssen innerhalb von 8 Tagen nach Eintritt des Todes erfolgen. Aschen müssen spätestens 4 Wochen nach der Einäscherung bestattet werden, anderenfalls werden sie auf Kosten des Bestattungspflichtigen in einer Urnenreihengrabstätte bestatte

Die Gräber werden von der Friedhofsverwaltung ausgehoben und wieder verfüllt.
Bei allen Fragen zum Thema Bestattungen wenden Sie sich bitte an den zuständigen Mitarbeiter des Fachbereichs Planung, Verkehr und Umwelt.

Formulare