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Inhalt

Ökologie der Streuobstwiesen

In der von Gräsern dominierten Krautschicht einer Streuobstwiese befinden sich je nach Region und Standortbedingungen zahlreiche blühende Wiesenkräuter.

Einige Pflanzenarten, die zum Biotop Streuobstwiese zählen, sind:

  • Gewöhnlicher Frauenmantel (Alchemilla vulgaris)
  • Großer Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis)
  • Gelber Hohlzahn (Galeopsis segetum)
  • Heilziest (Betonica officinalis)
  • Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
  • Löwenzahn (Taraxacum officinale)
  • Schafgarbe (Achillea millefolium)
  • Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis)
  • Wilde Möhre (Daucus carota)
  • Wiesen-Gelbstern (Gagea pratensis)

In Streuobstwiesen können zwischen 2.000 und 5.000 Tierarten beheimatet sein bzw. dort ihre Nahrung finden. Den größten Anteil nehmen dabei Insekten wie Käfer, Wespen, Hummeln und Bienen ein. Auch die Vielfalt der Spinnentiere und Tausendfüßler ist groß.

Die Honigbiene spielt für die Bestäubung der Obstbäume die herausragende Rolle. Durch die Überwinterung als komplettes Bienenvolk mit mehr als 10.000 Einzelbienen sind sie in der Lage, den größten Teil der Bestäubungsleistung zu erbringen.

Spinnen finden wegen des günstigen Kleinklimas häufig einen idealen Lebensraum.

Mit ihrem kleinräumigen Wechsel aus besonnten und (halb-)schattigen, trockenen und feuchten Stellen, Holz- und Schnittgutlagerplätzen, Gras-/Staudenfluren und Gehölzen sind Streuobstwiesen auch wertvolle Sommer- und Überwinterungshabitate für verschiedene Amphibien- und Reptilienarten, darunter je nach Region:

  • Laubfrosch (Hyla arborea)
  • Erdkröte (Bufo bufo)
  • Grasfrosch (Rana temporaria)
  • Moorfrosch (Rana arvalis; zumindest in Nordostdeutschland)
  • Blindschleiche (Anguis fragilis)
  • Waldeidechse (Zootoca vivipara)

Für viele mitteleuropäische Vogelarten sind alte Streuobstbestände durch ihren Höhlen- und Totholzreichtum die idealen Brutstätten. Ihre Nahrungsgrundlage sind die Gliederfüßer (Arthropoda) wie etwa Spinnen, Insekten oder Tausendfüßer, die im Biotop Streuobstwiese häufig sind.

In Streuobstwiesen begeben sich häufig auf Nahrungssuche:

  • Halsbandschnäpper (Ficedula albicollis)
  • Gartenbaumläufer (Certhia brachydactyla)
  • Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus)
  • Gimpel (Pyrrhula pyrrhula)
  • Ortolan (Emberiza hortulana)
  • Sumpfmeise (Palus palustris)
  • Stieglitz (Carduelis carduelis)
  • Wiedekopf (Upupa epops)
  • Neuntöter (Lanius collurio)
  • Pirol (Oriolus oriolus)
  • Feldsperling (Passer montanus)
  • Steinkauz (Athene noctua)
  • Wendehalz (Iynx torquilla)
  • Verschiedene Spechtarten

Von der reichhaltigen Flora und Fauna und den allgemein guten Bedingungen zur Aufzucht von Jungtieren in brüchigen, mit Höhlen durchsetzen Altbäumen profitieren auch zahlreiche Säugearten:

  • Fledermäuse (microchiroptera)
  • Gartenschläfer (Eliomys quercinus)
  • Mauswiesel (Mustela nivalis)
  • Siebenschläfer (Myoxus glis)

Typische Kulturfolger einer strukturreichen, halboffenen Landschaft sind:

  • Igel (Erinaceus europaeus)
  • Feldmaus (Microtus arvalis) und
  • Feldhase (Lepus europaeus)

Die Obstbäume haben neben der Obsterzeugung weitere wichtige gute Eigenschaften:

  • Sie verbrauchen Kohlendioxid, etwas mehr als sie Sauerstoff produzieren,
  • filtern Staub sowie andere Krankheitserreger wie Baterien und Schadpilze aus der Luft,
  • spenden Schatten,
  • reduzieren die Windgeschwindigkeit,
  • vermindern den Lärm,
  • produzieren Holz,
  • liefern Früchte,
  • schaffen Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Tierarten,
  • verbessern den Boden mit Humus durch den Laubfall und
  • verschönern unsere Städte und Gemeinden.

Quelle: www.gartendatenbank.de, https://de.wikipedia.org/wiki/Streuobstwiese